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02.03.07
Presseinfo Dr. Georg Winter
Erste Sprechsport-Meisterschaft in Deutschland
Am 2. März 2007 war Hamburg Austragungsort der ersten Sprechsport-Meisterschaft in Deutschland, die vom NDR-Fernsehen aufgezeichnet und am 21.03.2007 in der Sendung "Menschen und Schlagzeilen" um 21 Uhr in Auszügen übertragen wird. Initiator der Sprechsport-Meisterschaft ist Dr. Georg Winter, der im September letzten Jahres in der ZDF-Sendung "Wetten dass ...?" bei Thomas Gottschalk als Schnellsprecher mit seinen Zungenbrechern zum Wettkönig avancierte.

An der ersten Sprechsport-Meisterschaft waren die vier achten Klassen des Gymnasiums Christianeum in Hamburg-Othmarschen beteiligt. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich bereits seit Wochen intensiv auf diesen Wettbewerb vorbereitet, gemeinsam mit ihren Lehrern Michael Fabian, Karin Menke, Jochen Stüsser-Simpson und Susanne Jorzick, die gleichzeitig die Koordination des Gesamtprojekts übernommen hatte.

Schnell und ausdrucksstark: Sprechen macht Spaß

In drei Sprechsport-Disziplinen traten die Auswahlmannschaften gegeneinander an. Dabei ging es um Schnelligkeit, Ausdruckstärke und Kreativität, mit denen die Schülerinnen und Schüler Zungenbrecher von Georg Winter sowie selbstgeschriebene Zeilen einzeln und chorisch vortrugen. Eine fünfköpfige Jury unter Vorsitz des Schulleiters Hans-Norbert Hoppe kürte am Ende das Sieger-Team der Klasse 8 D: Florentine Kutscher, Valerie Putschbach, Amber Düttmann und Carla Stemmle. Die siegreiche Mannschaft ist bereit, sich dem Wettkampf mit Auswahlmannschaften anderer Schulen zu stellen.

"Was wir heute hier an Sprechleistung erlebt haben, war wirklich phantastisch",  lobte Dr. Georg Winter bei der Preisverleihung. "Die Teilnehmer brauchen sich hinter dem berühmten US-Rapper Busta Rhymes nicht zu verstecken." Zungenbrecher wie 'Fischers Fritze' sind für die Sandkiste, sagte Sprechakrobat Winter, dessen Zungenbrecher bereits als Buch (Goldmann-Verlag) und Hörbuch-CD (Random House Audio) erschienen sind.

"Sprechsport ist Hochleistungssport. Beim Sprechsport spielt die Zunge Fußball. Gefordert sind scharfes Tempo, schnelles Dribbling, präzises Stoppen und zielsicheres Verwandeln. Technik und Kondition, Einsatz und Überblick – das sind die Qualitäten, die einen guten Fußballer ebenso wie einen guten Sprechsportler auszeichnen!"

Pädagogisch wertvolle Epidemie

Obgleich zunächst nur vier Klassen an dem Wettbewerb beteiligt waren, ist im Christianeum die Begeisterung an Zungenbrechern bereits auf andere Klassen übergesprungen. Eine Schülerin: "Man hört in den Gängen schon fast nichts anderes mehr als Zungenbrecher – eine Epidemie ist ausgebrochen." Für Winter ist diese Epidemie pädagogisch besonders wertvoll. "Durch den Spaß am Üben schwieriger Zungenbrecher schulen die Jugendlichen ihre Artikulation und lernen richtiges Sprechen ganz spielerisch und lustvoll."

"Sprechsport ist gleichzeitig Denksport", meint Winter. "Sprechfaulheit und Denkfaulheit sind Geschwister. Gutes Sprechen und gutes Verstehen sind wichtige Voraussetzungen für die Entwicklung der Vernunft, des logischen Denkens und des gegenseitigen Verständnisses." Winter selbst hatte als Kind einen Sprachfehler, er lispelte. Durch regelmäßiges Training fröhlicher und fordernder Zungenbrecher entwickelte er seine heutige Sprechfertigkeit.

Sprechsport kann zum Volkssport werden

"Sprechsport kann zum Volkssport werden", so die Vision von Winter. Eine Sprechsport-Bewegung könnte anknüpfen an den Sprechkunststücken der jugendlichen Rapper und den Gedicht-Wettbewerben der Poetry-Slams. "Mit den passenden Übungen kann Sprechsport von jedem erlernt werden." Winter verweist auf den hervorragernden Einfluss auf die Gehirnfunktionen, den das gezielte Training der Mund-Rachen-Kehle-Region haben kann.  Immerhin mehr als Dreiviertel der Gehirnmasse werden von der Motorik der Hände und der Mund-Rachen-Kehle-Region gemeinsam beansprucht.

Für die Schülerinnen und Schüler des Christianeums jedenfalls war die Sprechsport-Meisterschaft ein Riesenspaß. Alle Mitschüler spornten ihre Auswahlteams lautstark mit Laola-Wellen an und fieberten bei jeder Zeile mit. Und nach der Preisverleihung tanzten sie alle gemeinsam in der Aula begeistert miteinander – schließlich ging's danach gleich in die Frühjahrsferien!

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